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Brückenkopf zur Seidenstraße und Baikal
Die tiefgefrorene und verschneite winterliche westsibirische Ebene im Winter. Kornfelder ohne Ende und trockene Steppenlandschaften mit wunderschönen Birkenhainen im Sommer. Der Begin der berühmten orientalischen Steppe, wo einst die Mongolenhorden von Tschingis Khan in ihrem Feldzug gegen den reichen Westen campierten. Mitten in dieser Wildnis - eine Millionenstadt. Die Entfernung von Moskau - 2500 km, in gleicher Entfernung, nur östlich, liegt Irkutsk mit dem Weltwunder Baikalsee. Etwa tausend km sind bis chinesischer und mongolischer Grenze, sowie Städten der Seidenstrasse, wie Buchara und Samarkand. Also, ein Brückenkopf nach Asien und Fernen Osten.

Die letzte 'zivilisierte' Hauptstadt des riesengrossen Zarenreiches kurz nach seinem Zusammenbruch und Übernahme der Macht durch die Kommunisten in 1917. Die Stadt wo ein voller Güterzug mit dem Zarengold verschwunden war und wo immer noch ein schönes Bankgebäude steht, wo das Zarengold aufbewahrt wurde.

Für uns ist Omsk die schönste Stadt Sibiriens. Wir sprechen hier bestimmt von dem Zentralviertel, was uns die 'schlechten' Zaren hinterlassen hatten, denn was außen vom Zentrum in russischen Städten liegt, sind grauenvolle sowjetische Plattenbauten und die veraltete Infrastruktur. Aber vielleicht ist das auch mal interessant zu sehen?
Omsk - eine ganz besondere Stadt in Sibirien
Mit vollem Unrecht wurde Omsk von den Kommunisten 70 Jahre lang für westliche Besucher gesperrt. Ist das schon nicht der Grund genug zu kommen, um zu gucken, was die da verstecken wollten? Omsk war, wenn auch kurz, die dritte Hauptstadt des Zahrenreiches in 1918-1919. Klingt das nicht spannend? Omsk war Zentrum der Regionalisten Sibiriens, die Ende des 19 Jahrhundert sich von Moskau trennen wollten. Ist das nicht verrückt und nobel? Omsk ist heute das Zentrum der Gesellschaft für Deutsch-Sibirische Freundschaft. Ob das alles zufällig ist?

Auf dem Bild oben sehen sie das Wahrzeichen von Omsk, die kleine Zarenkirche, die von den Kommunisten gesprengt und erst nach der Wende liebevoll neu aufgebaut wurde. Wie schön sieht die Prachtstraße hinter dieser Kirche bei nächtlicher Beleuchtung aus! Wo gibt es in der ganzen Welt noch eine solche Millionenstadt, wo die Birken so weiß und die Mädchen so schön sind!

Eine andere Tradition in Omsk: jährlich werden Millionen von Blumen im Sommer gepflanzt. Und das in Sibirien!



Die beste Zeit zu kommen
Winter
Besonders erwähnenswert ist, dass in Sibirien bei kalten Temperaturen im Winter fast immer die Sonne scheint und windstill ist. Man kann also mit Recht sagen, - schöner kann es nicht sein, Sibirien ist ein Wintermärchen. Falls es wirklich kalt ist, verbringen wir die Zeit in den geheizten Räumen oder ziehen uns warm an!

Nicht von ungefähr vermissen einige unsere Spätaussiedler, neben vielen anderen Sachen, am meisten den richtigen sibirischen Winter.

Die Gegend um Omsk ist vom 15 November bis 15 März ziemlich schneesicher. Im März und April beginnt die große Schneeschmelze , die die ganze Stadt mit Tauwasser überschwemmt. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und die damit verbundene Eisglätte gefährden den Straßenverkehr erheblich und führen zu diversen Frostschäden am Straßenbelag. Diese Zeit sollte man für einen Besuch von Omsk – wenn es irgend geht – nicht wählen.

Fruehjahr
Nach der Schneeschmelze sieht die Stadt meist etwas trostlos aus, weil der Unrat, der im Laufe des Winters vom Schnee verdeckt wurde, zum Vorschein kommt. Dann kommt zum Geburstag von Lenin, dem 22 April, übernommen aus den sowjetischen Zeiten, die größte Reinigungsaktion des Jahres, der sogenannte Subbotnik. Jeder ist verpflichtet, dabei mitzumachen. Zu dieser Zeit pflanzt man auch viele Bäume. Obwohl nach dieser Aktion manchmal die Logistik fehlt, so dass einige zusammengeharkte Laubberge vom Winde wieder verweht werden, sieht der Stadt danach viel besser aus. Die Aktion selbst ist eine lustige Sache, weil alle Bewohner der Stadt, die in der Hand ein Besen halten können, draußen - meistens bei schönem Wetter - freiwillig etwas für die Heimatstadt machen können.

Nach den Aufräumarbeiten, darf der neugierige Besucher schon kommen. Die Stadt ist einigermassen in Ordnung gebracht, im Mai blüht die ganze Natur, auch die Mädchen verwandeln sich – dicke Pelzmänteln sind vergessen -, überall sieht man Miniröcke und lange Beine, so dass ein 70- jähriger sich wie ein 18- jähriger fühlt.

Sommer
Der Sommer ist meistens sehr warm und trocken. Im September bis Mitte Oktober kann das Wetter noch herrlich sein. Zwei Wochen ist normalerweise Altweibsommer – eine Prachtzeit vor dem langen Winter. Aus diesen Gründen haben wir die Sommersaison der Sibtours für Sibirien vom 1 Mai bis 15 Oktober festgelegt.

Der Besucher kann aber jederzeit kommen. Die fabelhafte sibirische Gastfreunschaft ist durch alle Jahreszeiten und 24 Stunden am Tag zu genießen. Es kann regnen oder schneien, minus 35 oder plus 35 Grad sein, wenn der Gast nett ist und er vor Ort auf nette Leute trifft, entfaltet sich die meist verborgene sibirische Seele und sehr oft werden durch flüchtige Kontakte Freundschaften für das ganze Leben geschlossen.
Beispiel: Polyot-Friess!
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